Pogled na grad BorlGrad Borl je biser, ki ga ne smemo pustiti propasti.

Eine kurze Geschichte des Schlosses Borl


Das Schloss Borl, das auf einem hohen Kalksteinfelsen direkt über dem Zusammenfluss von Drau und Bela liegt, steht hier seit Jahrhunderten. Es wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut, möglicherweise sogar noch früher, und hat aufgrund seiner strategischen Lage entlang der ungarisch-kroatischen Grenze immer eine wichtige Rolle gespielt. Es diente ursprünglich hauptsächlich als ungarisches Fort an der Grenze, wurde aber später zum Zentrum einer Herrschaft, die im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Eigentümer inne hatten. Von den mächtigen Herren von Ptuj über die Familie Székely bis zur Familie Sauer, die diese Herrschaft im 17. Jahrhundert vergrößerte, das Schloss Borl gründlich restaurierte und es auch als Wohnsitz nützte. In der Zeit des Grafen Jurij Friderik Sauer und seiner Frau Marija Barbara, geb. Gräfin Trautmannsdorf, erhielt Borl sein heutiges barockes Aussehen. Es blieb bis 1801 Eigentum der Familie Sauer. 

Maria Wilhelmina, Witwe des letzten Grafen Leslie, geborene Gräfin Wurmbrand-Stuppach, kaufte das Schloss 1803 von Fürst Stanislaw Poniatowski und lebte hier bis zu ihrem Tod 1851. Von ihr erbte das Schloss ihr Neffe, Graf Ferdinand Wurmbrand-Stuppach. Das Schloss wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gründlich renoviert. Der Besitzer des Schlosses Borl um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war Graf Gundaker Wurmbrand-Stuppach, ein pensionierter Handelsminister und Landeshauptmann der Steiermark. Er verwendete Borl als Sommerresidenz, wie es sein Vater Ferdinand vor ihm getan hatte. 

Nach Gundakers Tod im Jahr 1901 erbte das Schloss seine Tochter Adalberta, die im selben Jahr Baron Max Kübeck heiratete. Sie bewohnte das Schloss mit ihrer Familie ganzjährig. In der veränderten politischen und sozialen Situation nach dem Ersten Weltkrieg, insbesondere aufgrund der Probleme mit der Agrarreform, wurde das Schloss 1922 an die in Varaždin ansässige Aktiengesellschaft Borlin verkauft. Familie Kübeck zog nach Österreich. Wie viele slowenische Schlösser ging Borl in die Hände von Nichtadligen über und verwandelte sich von einem Adelsheim in ein großes Anwesen der Aktiengesellschaft Borlin d. d., die sich bemühte, das Anwesen nach den Grundsätzen einer Marktwirtschaft zu verwalten. Mit einer fortschrittlichen Landwirtschaft war Borl auf dem besten Weg, ein vorbildlicher Betrieb zu werden, der durch den Kauf benachbarter Landgüter weiter expandierte. All dies kam jedoch nicht zustande, da die Geschäfte von Borlin zunächst durch eine große Wirtschaftskrise unterbrochen und die Pläne schließlich durch den Zweiten Weltkrieg gestoppt wurden. 

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und dem Einmarsch deutscher Truppen in Jugoslawien änderte sich die Situation grundlegend. Die Besatzer beschlagnahmten die Burg und verwandelten sie in ein Konzentrationslager für politische Gefangene. 

Nach dem Krieg wurde Borl 1946 vollständig und ohne Entschädigung zugunsten des Staates enteignet. Das Schloss selbst wurde zum sozialen Eigentum abgewertet. Glücklicherweise fanden die Nachkriegsbehörden bald einen neuen Zweck dafür. 1951 wurde es zu einem europaweit bekannten Ferienort. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts spielte das Hotel Borl eine wichtige Rolle in der Wirtschaft der Gemeinde Ptuj. Es wird oft als Träger der Entwicklung im Tourismus erwähnt. Das erreichte seinen Höhepunkt in den 1960er Jahren, hauptsächlich aufgrund der Eröffnung eines neuen Schwimmbades. Nach seiner Schließung im Jahr 1980 hatte das Schloss keinen dauerhaften Nutzen mehr. Neben gelegentlichen Veranstaltungen, Hochzeiten und Besuchern bewohnten Fledermäuse das Schloss. Jedoch nur im Sommer. 

Im Jahr 2020 hat es aber mit dem Beginn seiner teilweisen Renovierung einen neuen Anfang gegeben... 


Text: Sonja Golc und Mira Petrovič
Die Übersetzung wurde von Max Kübeck überprüft.
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